Realistischere Rahmenbedingungen und Verringerung der Arbeitsbelastung des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (alle Fachrichtungen)

Die aktuelle Situation der konsekutiven Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen (alle Fachrichtungen) ist nach Meinung der BuFaK WiSo an vielen Hochschulen hinsichtlich der Arbeitsbelastung nicht optimal. Die ECTS-Punkte/CPs entsprechen zu oft nicht der real anfallenden Arbeitsbelastung. In den Wirtschaftsingenieurstudiengängen ist nach Meinung der AG WIng der BuFaK WiSo das Resultat einer Überlastung der Studierenden durch eine zu hohe Prüfungsdichte. Die Studierenden reagieren auf diese Verhältnisse mit der Aufschiebung von Klausuren in spätere Semester und setzen sich einer nicht dauerhaft tragbaren Arbeitsbelastung aus. Dies führt dazu, dass langfristig ein Großteil der Studierenden die vorgegebene Studiendauer nicht einhalten kann. Hieraus ergeben sich insbesondere Schwierigkeiten für Studierende, die bei ihrer Studienfinanzierung auf Unterstützung im Sinne des BAföG angewiesen sind, da die Förderungshöchstdauer an die Regelstudienzeit gekoppelt ist. Die AG WIng der BuFaK WiSo sieht dies als nicht weiter tragbar an.

Folgende Maßnahmen werden von der Arbeitsgemeinschaft unter anderem als angebracht erachtet:

– Eine Anpassung der ECTS-Punkte/CPs an die Arbeitsbelastung, durch eine Erhöhung dieser in vielen Fächern oder Modulen. Durch diese Anpassung wird es in der Regel zu einer Überschreitung des vorher angesetzten Umfangs von 300 ECTS-Punkte/CPs kommen.

– Die konsekutive Studiendauer nach eigenem Ermessen der Hochschulen auf über zehn Semester anzuheben, um die Studiengänge zu entzerren. Bei einer Erhöhung um beispielsweise ein Semester könnte man die zur Verfügung stehenden 30 ECTS-Punkte/CPs nutzen, um die Arbeitsbelastung der bereits bestehenden Module realistischer darzustellen.

– Verringerung der Prüfungsdichte durch Klausurersatzleistungen außerhalb des Prüfungszeitraumes, wie Belegarbeiten, Präsentationen und weitere wissenschaftliche Arbeitsleistungen.

Folgende Punkte stellen keine Lösungen der oben genannten Probleme dar:

– Eine Anpassung der ECTS-Punkte/CPs durch Kürzung der Studieninhalte.

– Ein Zusammenschluss von eigenständigen Modulen oder Modulteilprüfungen zu gesammelten Modulprüfungen. Dies verringert zwar die Prüfungsanzahl, jedoch nicht die Arbeitsbelastung.

Die Anpassung der Studiendauer an die Lehrinhalte erscheint uns als ideale Lösung.

 

Beschlossen auf der Sommer-BuFaK in Bremerhaven (05.06.2016)