Abschaffung kostenpflichtiger Tests als Voraussetzung zur Aufnahme zu Studiengängen

Die BuFaK WiSo spricht sich gegen die Verwendung von kostenpflichtigen Tests und kostenpflichtigen Bewerbungsprüfverfahren als notwendige Voraussetzung im Zulassungsverfahren von Studiengängen aus. Dadurch soll eine finanzielle Chancengleichheit gewährleistet werden.

Generell wird der Einsatz differenzierter Testverfahren zur Ermittlung der fachlichen Qualifikation im Rahmen des Bewerbungsverfahrens von Studiengängen aber weiterhin empfohlen. Differenzierte Testverfahren wie z. B. Einstufungstests eignen sich hervorragend, um etwaige Qualitätsunterschiede in der Lehre zwischen verschiedenen Institutionen aufzuzeigen. Die Qualität der Bewerbenden wird somit unabhängig von ihren bisherigen Leistungen ermittelt. Neben standardisierten, kostenpflichtigen Tests sollen die betroffenen Institutionen im Rahmen des Bewerbungsprozesses äquivalente kostenlose Tests zur Verfügung stellen. Hierbei ist es wichtig, dass die Tests von allen Institutionen gleichermaßen anerkannt werden.

Die Intention, die Qualifikation von Bewerbenden zu prüfen, kann somit – bei gleichzeitiger Erhöhung der Chancengleichheit im Bildungssektor – weiterhin erfüllt werden. Die Kooperation unterschiedlicher Institutionen zur Erstellung gemeinsamer standardisierter Testverfahren wird ausdrücklich empfohlen. In diesem Zusammenhang ist es wünschenswert, dass Studierende einen oder mehrere Tests an einer Institution ablegen und die Ergebnisse parallel in weiteren Bewerbungsprozessen bei unterschiedlichen Institutionen verwenden können.

 

 

Verabschiedet auf der Winter-BuFaK 2015 in Nürnberg
Aktualisiert auf der Winter-BuFaK 2017 in Ansbach